Motivation - Warum eine Stiftung?

Es geht uns wie den meisten Menschen so, dass wir immer wieder durch Meldungen über Katastrophen wie Wirbelstürme, Erdbeben, Überschwemmungen, Menschen sehen, die in Not geraten. Das Schicksal dieser Menschen, die Bilder und Berichte machen uns betroffen und der Anblick ihres Elends rüttelt uns wieder einen Moment wach. Sofort entsteht der tiefe Wunsch zu helfen und auch zu spenden. Bis wir wieder in unseren Alltag eintauchen und versuchen ohne die Bilder und die Betroffenheit, die sie auslösen, zu leben.

Aber etwas bleibt, denn wir wissen, dass nicht nur die wiederkehrenden Katastrophen Menschen in Not bringen, sondern dass die Not jeden Tag präsent ist und in vielen Regionen der Erde Tag für Tag Menschen krank werden, Hunger leiden und sterben. Hinzu kommt, dass gerade Menschen in Entwicklungsländern von den Folgen des Klimawandels und der ungerechten globalen Verteilung finanzieller Mittel besonders stark betroffen sind und dem Armuts-Kreislauf nur selten entkommen. Erschreckend ist, dass es die kleinen Dinge, für uns selbstverständlichen Dinge sind, die den Kindern und Familien fehlen: sauberes Wasser, genug zu essen, Impfungen, Kleidung und Schulbildung.

Wir haben uns deshalb entschlossen aktiv zu werden und zu teilen und so haben wir diese Stiftung gegründet. Wir sind Menschen aus der Mitte der Gesellschaft, die einen größeren Teil ihrer begrenzten finanziellen Absicherung in die Stiftung geben. Wichtig ist uns jetzt abzugeben, jetzt zu teilen und die Hilfe nicht in die Zukunft zu verschieben. Jeder der spenden will, fragt sich, ob er Geld weggeben kann, oder ob er es zur Sicherheit sparen sollte. Denn jeder von uns hat Angst davor, was die Zukunft bringt, hat Angst davor, das Geld irgendwann mal selbst zu brauchen. Wir wollten diesen Kreislauf der Ängste vor der Zukunft durchbrechen und uns auf das Hier und Heute einlassen. Niemand weiß, was in der Zukunft passiert, aber wir alle wissen, dass hier und jetzt Menschen Hilfe brauchen.

Mit der Stiftung möchten wir ein Zeichen setzen und Menschen aller Altersgruppen motivieren, einen Teil ihres kleinen oder größeren Vermögens mit anderen, hilfsbedürftigen Menschen zu teilen. Natürlich wünschen wir uns dabei die Unterstützung möglichst vieler Menschen, denen es ebenso geht wie uns und die bereit sind, einen Teil ihrer Ersparnisse, symbolisch der “Zehnte“, für eine global gerechtere Welt abzugeben.

Die Stiftung möchte besonders kleinere Vereine für Entwicklungshilfe unterstützen ihre Projekte zu finanzieren, deren Mitglieder jeden Tag mit Herzblut dafür arbeiten die Lebensumstände von Menschen in Not zu verbessern. Und das nicht nur zu Zeiten, in denen wir wieder durch eine Katastrophe wachgerüttelt werden, sondern stetig, täglich und nachhaltig. Aus diesem Grund haben wir die Ein Zehntel Stiftung gegründet und ihr einen Namen gegeben, der das Prinzip des Teilens in sich trägt.