Projekt Medizinische Versorgung für mittellose Patienten in der Krankenstation St. Augustin in Tové Agbessia, Togo mit Charité Togo e.V.

Seit Mitte 2019 fördert die Ein Zehntel Stiftung ein neues Projekt zur Diagnostik und Behandlung mittellosen Patienten mit dem Verein Charité Togo e.V.
Mit dem Projekt soll die Behandlung von Malaria und Durchfallerkrankungen in der Krankenstation St. Augustin weiter ausgebaut werden. Das Projekt bedient dabei drei Säulen der Gesundheitsförderung: der Prävention (Aufklärung), Schnelltests zur Diagnostik und Behandlung (für mittellose Patienten kostenlos oder vergünstigt).
Charité Togo e.V. ist ein kleiner ehrenamtlich geführter Verein mit dem Sitz in Laichingen. Er entstand aus einer privaten Initiative seiner Vorstandsmitglieder, die sich seit Sommer 2013 insbesondere für die ländliche Bevölkerung in Togo einsetzen. Unter ihrem Motto „Chancen ermöglichen, Hoffnung schenken“ fördern und unterstützen sie Projekte und Eigeninitiativen in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Wasserversorgung.
Ein zentrales Projekt des Vereins im Bereich Gesundheit ist die Krankenstation St. Augustin in Tové Agbessia. Das medizinische Team um Krankenpfleger Komi Amekoulafe kümmert sich hier ehrenamtlich um den ärmsten Teil der Bevölkerung, der sich eine medizinische Behandlung in einem staatlichen Krankenhaus oder Krankenstation nicht leisten kann. Der wichtigste Grundsatz ihrer Arbeit: Kein Kranker soll weggeschickt werden, nur weil er aktuell keine oder nicht ausreichend finanzielle Mittel für eine Behandlung hat. Eine medizinische Grund- und Notfallversorgung wird für alle Kranke, die das Zentrum aufsuchen, gewährleistet. Schwerpunkt der Arbeit des Teams sind Malaria-Behandlungen, Infektionskrankheiten und Wundversorgungen.

Was unterstützt die Ein Zehntel Stiftung konkret?

Die Ein Zehntel Stiftung übernimmt einen Großteil der Kosten für die Behandlung von Malaria und Durchfallerkrankungen in der Krankenstation St. Augustin und unterstützt drei Maßnahmen in der Gesundheitsförderung:   

 

  1. Primärprävention:  die Kosten für eine Aufklärungskampagne im Hof der Krankenstation St. Augustin, um die Bevölkerung mit Vorträgen und Erfahrungsberichten für die frühzeitige Behandlung der Erkrankung zu sensibilisieren und Präventivmaßnahmen (z.B. sauberes Wasser und Moskitonetze) vorzustellen.
  2. Sekundärprävention: Für eine schnelle, zuverlässige Diagnostik der Erkrankungen wird das Zentrum mit Schnelltests ausgestattet, die gängige Durchfallerkrankungen und Malariaformen erkennen können.
  3. Tertiärprävention / Behandlung:  Zur Behandlung der Erkrankungen wird ein Medikamentenstock für Malaria- und Durchfallerkrankungen eingerichtet. So kann eine schnelle Behandlung mit den richtigen Medikamenten sichergestellt werden. Durch die Subvention kann für arme, mittellose Patienten eine medizinische Behandlung kostenlos oder zu vergünstigen Preisen angeboten werden.  
     

Projektgebiet

Die Krankenstation St. Augustin befindet sich in Tové Agbessia, einem kleinen Dorf im Südwesten Togos. Tové Agbessia liegt in der Region Agou, etwa 110km von der Hauptstadt Lomé entfernt. In diesem Dorf leben schätzungsweise 8.000 Menschen, überwiegend in einfachen, strohgedeckten Hütten aus Lehm oder Holz. Die Mehrheit der Bewohner lebt von der Landwirtschaft. Viele sind von Armut betroffen. Aufgrund den fehlenden sozialen Sicherungssysteme in Togo ist die Gesundheitsversorgung hier insbesondere für die arme Bevölkerung hochproblematisch.

Maßnahmen des Projektes

Eine Aufklärungskampagne wird im Hof der Krankenstation St. Augustin durchgeführt. Dafür werden alle Interessierte in der Bevölkerung eingeladen. Im Rahmen von Vorträgen und Erfahrungsberichten wird für eine frühzeitige Behandlung der Erkrankung geworben und Präventivmaßnahmen vorgestellt und Material (Moskitonetze, Fieberthermometer) an die Familien ausgegeben.
Für eine schnelle, zuverlässige Diagnostik der Erkrankungen wird das Zentrum mit Schnelltests ausgestattet, die gängige Malariaformen und Infektionen erkennen können. Dies ersetzt eine Behandlung auf Verdacht und erspart die Fahrt in ein Labor im 15km entfernten Kpalimé. Dadurch können Patienten schneller und zielgerichteter behandelt werden.
Zur Behandlung mittelloser Patienten wird ein Medikamentenstock für Malaria- und Durchfallerkrankungen in der Apotheke von St. Augustin eingerichtet. So kann eine schnelle Behandlung mit den richtigen Medikamenten sichergestellt werden. Durch die Subvention kann für arme, mittellose Patienten eine adäquate medizinische Behandlung kostenlos oder zu stark vergünstigen Preisen angeboten werden.

Erwartete Wirkung des Projektes

Durch eine Aufklärungskampagne sollen mindestens 50 Familien für die Prävention von Malaria- und Infektionskrankheiten sensibilisiert werden. Des Weiteren sollen mindestens 200 medizinische Behandlungen für Kinder und Jugendliche aus mittellosen Familien finanziert bzw. subventioniert werden.